Neue Heimat für Critical Pāli Dictionary

Pali Dictionary

Pali (Pāli) ist eine mittelindische Literatursprache. Zusammen mit dem eng verwandten Sanskrit (siehe Cologne Sanskrit Lexicon) ist Pali die wichtigste Sakralsprache des Buddhismus. Der in Pali verfasste frühbuddhistische Tripiṭaka-Kanon bildet den zentralen textuellen Kern der buddhistischen Lehre.

Das (digitale) Critical Pāli Dictionary wird fachlich von der Pali Text Society betreut. Das Lexikon ist über eine lange Zeit an der dänischen Akademie in Kopenhagen unterstützt und als online-Lexikon seit 2004 unter http://pali.hum.ku.dk/cpd/ angeboten worden. Mit dem Ende des Hostings in Kopenhagen brauchte es eine Heimat. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Linguistik (IfL) und dem Data Center for the Humanities (DCH) hat das CCeH diesen Umzug nun vollzogen. Das Wörterbuch ist jetzt unter

http://cpd.uni-koeln.de/

erreichbar. Dabei ist zu beachten, dass dies nur ein erster kleiner Schritt ist, bei dem es zunächst ausschließlich um die Bewahrung und dauerhafte Zugänglichkeit einer fachwissenschaftlich relevanten Ressource geht. Es wurden deshalb keinerlei inhaltliche oder funktionale Änderungen gegenüber der schon etwas in die Jahre gekommenen Anwendung vorgenommen.

Marcello Perathoner (CCeH, Umsetzung), Felix Rau (IfL, fachliche Koordination), Jonathan Blumtritt (DCH, Dauerbetrieb), Patrick Sahle (CCeH, Koordination)

CCeH kooperiert mit Itinera Nova (Stadtarchiv Löwen)

 

Schöffenregister von 1367
Schöffenregister von 1367

Register 8114, Folio 2v
Register 8114, Folio 2v

Seit 2009 digitalisiert, erschließt und transkribiert das Stadtarchiv Löwen mit einer Gruppe lokaler Freiwilliger im Projekt Itinera Nova die Löwener Schöffenprotokolle: Eine Quellenreihe, die über die Jahre 1362 bis 1795 beeindruckende 1128 Bände mit rund 300.000 Seiten umfasst. Das Projekt ist ursprünglich zusammen mit der Kölner Historisch-Kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung (Prof. Manfred Thaller) entwickelt worden und wird nun vom CCeH weiter begleitet. Dabei geht es aktuell zunächst um den Abschluss der Digitalisierung, die Fortsetzung der Transkription sowie neue Ansätze zur Tiefenerschließung und zur wissenschaftlichen Auswertung. Über die nächsten sechs Jahre schließt sich außerdem als neues Teilprojekt die Digitalisierung und Erschließung der Löwener Rechnungsbücher an: 450 bis zu 25cm dicke Bände von 1345 bis 1795.

Arbeitstreffen zur Zitierbarkeit und Adressierbarkeit digitaler Forschungsressourcen bei den Akademien der Wissenschaften

Am 23./24. August 2016 findet am CCeH (Koordinierungsstelle Digital Humanities der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste) das erste Arbeitstreffen einer dem Thema gewidmeten Unterarbeitgruppe der AG eHumanities der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften statt.

Agenda: Zitierbarkeit und Adressierbarkeit digitaler Ressourcen

Voraussetzung für die wissenschaftliche Verwendung und Nachnutzung digitaler Daten und Publikationen aus den Akademieprojekten ist ihre Zitierbarkeit und Adressierbarkeit. Anders als bei gedruckten Publikationen, mit ihrem medienspezifischen Referenzsystem der bibliografischen Angaben und Seitenzahlen, besteht bei digitalen Ressourcen eine noch unentwickelte und bestenfalls hochgradig heterogene Landschaft an Technologien und Standards zur Identifikation und Prädikation digitaler Objekte.

Um die Ergebnisse der akademiegetragenen Grundlagenforschung hinsichtlich ihrer Zitierbarkeit und Adressierbarkeit möglichst einheitlich, zukunftsfähig und nachhaltig gestalten zu können, sollen in einem mehrstufigen Prozess Handreichungen zu minimalen, empfohlenen und erweiterten Vorgehensweisen im Rahmen der Akademieforschung erarbeitet werden.

Die erste Stufe bildet dabei die Erfassung des Ist-Zustandes durch die Zusammenstellung, systematische Aufarbeitung und Bewertung der derzeit in den Projekten realisierten Zitationsschemata sowie deren Typisierung, theoretische Fundierung und Bestimmung der Granularität. Auf dieser Basis können aktuelle Brennpunkte und best practice-Lösungen bestimmt und zunächst grobe Handlungsempfehlungen formuliert werden.

In den darauf folgende Stufen sollen die Handlungsempfehlungen konkretisiert sowie alternative Technologien kritisch analysiert und deren Verwendungspotenzial bestimmt werden. Für die Implementation dauerhafter Adressierungsschemata sind möglichst einfach umsetzbare Vorschläge zu machen.

Roadmap: mögliche Aufgaben und Schritte

  • Aufgabe 1: Konzeptionelle Grundlagen
    • Verfügbarkeit, Identifizierung, Wissenschaftliche Praxis
    • Typisierung digitaler Ressourcen (Text, Bild, Video, Ton, Datenbank, Software)
    • Wie werden wir forschen? Prospektive Verwendungsszenarien: Zwischen Literaturzitat und Portalintegration. Zitierbarkeit für Menschen? Adressierbarkeit für Maschinen?
  • Aufgabe 2: Grundsätzlich bestehende Ansätze und Lösungen
    • Identifikationssysteme: PURL, URN, DOI, ARK, Handle, Permalink etc.
    • Feingranulare Textadressierung: zum Beispiel CTS
    • Empfehlungen der DFG und anderer Akteure (derzeit keine Empfehlungen für Texte!)
  • Aufgabe 3: Analyse der Situation in den Akademievorhaben
    • Wo bestehen schon PID-Systeme, wo fehlen sie noch?
    • Wo gibt es bereits Pläne für laufende Vorhaben?
  • Aufgabe 4: Handlungsempfehlungen
    • Welche Lösungen für welche Projekttypen und Datenarten?
    • Mögliche externe Partner bei der Realisierung von PID-Systemen
    • Gleiche Lösungen für gleiche Problemlagen! Wie erreichen wir Konvergenz über die Einzelakademien hinweg?
  • Aufgabe 5: Begleitung der Umsetzung von PID-Lösungen in den Vorhaben und Akademien

Teilnehmer

Stelle am DCH zu besetzen

Das Kölner Data Center for the Humanities (DCH), ein Datenzentrum für die Geisteswissenschaften der philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst für 12 Monate eine/n Mitarbeiter/in zu 50% der regulären Arbeitszeit. Je nach Qualifikation kann eine Einstellung bis zu TV-L 13 erfolgen. In Abhängigkeit von der Bewilligung eines Förderantrages ist außerdem eine weitere Beschäftigung geplant.
Mit der Stelle verbunden sind Aufgaben im Bereich Konzeption, Institutionsentwicklung, Kommunikation, Beratung der Fachwissenschaften, Dokumentation von Ressourcen, Datenkuratierung, Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit zentralen Einrichtungen der UzK.

Bei Interesse melden Sie sich bitte zunächst informell bei Patrick Sahle