CCeH-Mitgliederversammlung, 14. Juli 2017

Die diesjährige CCeH-Mitgliederversammlung wird am Freitag, 14. Juli 2017, 15:30-17:30 Uhr, im Sitzungsraum des Dekanats im Philosophikum stattfinden. Alle Mitglieder sowie all diejemigen, die es werden wollen, weil sie an digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung und Lehre an der Universität zu Köln interessiert sind, sind herzlich eingeladen.

Transkribus Workshop & Vortrag, 13. Juli 2017

Tobias Hodel (Zürich) wird am Donnerstag, von 14:00 bis 16:00 einen Miniworkshop zu “Transkribus” im Besprechungsraum des CCeH (Universitätsstraße 22) durchführen. Um 16 schließt sich sein Vortrag zum Projekt “READ” im DH Kolloquium (Neues Seminargebäude, Raum S14) an. Studierende und KollegInnen aus Forschung und Lehre sowie alle, die sich für aktuelle Transkriptionssoftware bzw. die Erkennung handschriftlicher Texte interessieren, sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung per Email an info-cceh@uni-koeln.de wird gebeten.

Abstract:

Transkribus (https://transkribus.eu/Transkribus/) is a platform for the automated recognition, transcription and searching of handwritten historical documents. Transkribus is part of the EU-funded Recognition and Enrichment of Archival Documents (READ) (http://read.transkribus.eu/) project. The core mission of the READ project is to make archival material more accessible through the development and dissemination of Handwritten Text Recognition (HTR) and other cutting-edge technologies.
The workshop is aimed at institutions, researchers, and students who are interested in the transcription, searching and publishing of historical documents. It will introduce participants to the technology behind the READ project and demonstrate the Transkribus transcription platform. Transkribus can be freely downloaded. Participants should bring their laptops along to the workshop. And have (if possible) Transkribus installed.

Mit der Software Transkribus koennen historische Handschriften automatisch entschluesselt werden.

Exploring Charters online – Monasterium Summer School, Köln 12.-14. Juni 2017

Vom 12. bis zum 14. Juni 2017 findet am CCeH die erste Monasterium Summer School statt.

Ziel der Veranstaltung ist eine Einführung in die Plattform Monasterium.net, der größten Plattform für mittelalterliche und frühneuzeitliche Urkunden online.

Während der Summer School werden sowohl Einführungen in grundlegende Nutzungs- und Arbeitsweisen geboten (Suche von Begriffen, Anzeige von Urkunden, etc.) als auch weiterführende Themen und Methoden wie das detailgenaue Beschreiben und Auszeichnen von Urkunden im MOM-CA-Editor behandelt.

Von besonderer Wichtigkeit ist hier vor allem der “Mitmach”-Effekt. So ist es ausdrücklich erwünscht, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam an eigenen oder bereitgestellten Materialien arbeiten.

Eine detaillierte Übersicht über Ablauf und Themen bietet das hier als Download bereitgestellte Programm.

Für Anmeldungen oder Fragen wenden Sie sich bitte an: Stephan.Makowski@uni-koeln.de

Adresse:
Cologne Center for eHumanities
Universitätsstraße 22 (Dachgeschoss, rechts)
50937 Köln

DHd 2018, Kritik der digitalen Vernunft, 26.2.-2.3. in Köln

Die 5. Jahrestagung der “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” wird vom 26. Februar bis zum 2. März 2018 von der Universität zu Köln ausgerichtet. Das Thema lautet “Kritik der Digitalen Vernunft”.

Call for Papers

I. Allgemein

Die Digital Humanities werden häufig als digital transformierte Bearbeitung von Fragestellungen aus den verschiedenen beteiligten Fächern beschrieben. Daneben entsteht der Eindruck, dass die DH in weiten Teilen eine daten-, algorithmen- und werkzeuggetriebene Wissenschaft sei, die von ihren unmittelbaren Möglichkeiten und ihren Praktiken dominiert sei. Wie lässt sich dies aber mit dem kritischen Anspruch der Geisteswissenschaften vereinbaren? Gibt es im Umgang mit digitalen Medien, in der Modellierung, Operationalisierung und Formalisierung der Arbeit mit Computern implizite, stillschweigend akzeptierte Agenden, die einer Reflexion durch einen „Intellectual Criticism“ bedürfen? Die Tagung soll den Fokus auf die kritische Dimension digitaler Forschung richten und damit Denkanstöße zu Theoriebildung und Epistemologie der digitalen Forschung geben. In diesem Rahmen sollen auch gesellschaftliche, soziale und politische Dimensionen der in allen Bereichen wirksamen Digitalisierungsprozesse unter so heterogenen Begriffen wie Interaktionsformen, Partizipation, Bildung, Digital Literacy sowie Auswirkungen und Rückwirkungen der Digitalität auf Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert werden.

Im Rahmen der Tagung sollen daher unter anderem folgende Fragen verfolgt werden:

– Kritik der Digitalisierung – Formate, Standards und Praktiken
– Kritik digitaler Angebote, Projekte und Werkzeuge
– Kritik der digitalen Methoden
– Kritik der digitalen Geisteswissenschaften (traditionelle Fächer und DH)
– Kritik der digitalen Wissenschaftstheorie
– Kritik der digitalen Gesellschaft

Darüber hinaus sind Vorträge zu allgemeinen Themen aus dem Bereich der DH sowie die Diskussion von positiven und negativen, eigenen und fremden Projektergebnissen willkommen.

II. Formales

Es können eingereicht werden:

– Poster (Abstract von mindestens 500, maximal 750 Wörtern).
– Vorträge (Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).
– Panels (minimal drei, maximal sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).
– Vor der Konferenz stattfindende Workshops (Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).

Für die Einreichung eines Abstracts müssen Sie sich unter der folgenden Adresse registrieren:
https://www.conftool.com/dhd2018/

Weitere Instruktionen finden Sie auf der Konferenz-Webseite:
http://dhd2018.uni-koeln.de/

Rückfragen richten Sie bitte per Email an die folgende Adresse: info-dhd2018@uni-koeln.de.

Die Frist für die Einreichung von Beiträgen läuft am 18.09.2017 ab. Eine Benachrichtigung darüber, ob der Beitrag angenommen wurde, wird bis spätestens 30.11.2017 versandt.

Die primäre Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. Abstracts werden bevorzugt auf Deutsch eingereicht. Wird das Abstract in einer anderen Sprache eingereicht, so kann eine Übersetzung ins Deutsche beigefügt werden. In diesem Fall entscheiden die Einreichenden über die zu begutachtende Fassung.

In der Regel wird erwartet, dass von einem Verfasser/einer Verfasserin/einer Projektgruppe nur ein Poster oder Vortrag eingereicht wird. Eine Beteiligung von Beitragenden darüber hinaus an maximal einem Panel oder Workshop ist jedoch möglich.

1) Posterpräsentationen
Poster (Abstracts: mindestens 500, maximal 750 Wörter) können zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden. Sie können auch den Stand einzelner Projekte anschaulich beschreiben oder Software demonstrieren.

2) Vorträge
Vorträge (Abstracts: mindestens 1200, maximal 1500 Wörter) stellen unveröffentlichte Ergebnisse dar, und/oder berichten über die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und/oder stellen ein methodischesbzw. theoretisches Konzept vor. Für die einzelnen Vorträge sind 20 Minuten Präsentationszeit und zehn Minuten für Fragen vorgesehen. Es wird erwartet, dass im Abstract zumindest signifikante Zwischenergebnisse vorgelegt werden. Vortragsvorschläge sollten den Forschungsbeitrag in geeigneter Weise auf dem Hintergrund des Forschungsstands kontextualisieren und seine Bedeutung für die (digitalen) Geisteswissenschaften oder einen jeweiligen Teilbereich deutlich machen. Ein Literaturverzeichnis ist beizufügen. Für die Ankündigung von Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist das Posterformat vorgesehen.

3) Panels
Panels bieten drei bis sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit ein Thema auf der Basis einleitender Kurzvorträge zu diskutieren. In der Regel wird erwartet, dass von der 90-minütigen Sitzung je ein Drittel auf die vorbereiteten Statements, die Diskussion innerhalb des Panels und die Diskussion des Panels mit dem Publikum entfällt. Die Panel-Organisatorinnen und Organisatoren reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern ein und bestätigen die Bereitschaft der aufgeführten Personen, am Panel teilzunehmen. Für die Annahme eines Panelvorschlags ist die stringente Darlegung des thematischen bzw. methodischen Zusammenhangs der Einzelbeiträge von entscheidender Bedeutung.

4) Vor der Konferenz stattfindende Workshops
Die Vorschläge sollten die folgenden Informationen enthalten:
Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (mindestens 1200, maximal 1500 Wörter). Die vollständigen Kontaktdaten aller Beitragenden sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen.
Die Zahl der möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Angaben zu einer etwa benötigten technischen Ausstattung. Den Workshop spezifischen Call for Papers, falls ein solcher veröffentlicht wird. Workshops dauern einen halben Tag. Von den Workshopleiterinnen und -leitern wird erwartet, dass sie sich für die Konferenz anmelden.

III. Bewertung der Beiträge

Ein gutes Proposal beschreibt das gestellte Forschungsproblem, bezieht sich auf den aktuellen Forschungsstand, beschreibt die angewendete Methode und benennt das Ergebnis der Forschungen.

In der Begutachtung werden die folgenden Bewertungskriterien angelegt:
– Allgemeine Empfehlung zur Annahme (4-fach gewertet)
– Es handelt sich um einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der DH (3-fach gewertet)
– Der Stand der Forschung ist hinreichend dargestellt (u.a. Bibliographie) (2-fach gewertet)
– Die Forschungsmethodik ist verständlich beschrieben (2-fach gewertet)
– Das Abstract ist verständlich formuliert (1-fach gewertet)

Bewertungsskala (Punkte):
5 – trifft völlig zu
4 – trifft weitgehend zu
3 – trifft eher zu
2 – trifft eher nicht zu
1 – trifft weitgehend nicht zu
0 – trifft gar nicht zu

Es können demnach maximal 60 Punkte erreicht werden.

IV. Programmkomitee

Chair: Georg Vogeler (Universität Graz)
Andreas Münzmay (Universität Paderborn)
Claudine Moulin (Universität Trier)
Christof Schöch (Universität Würzburg)
Anne Baillot (Centre Marc Bloch, Berlin)
Peter Gietz (DAASI international, Tübingen)
Mareike König (Deutsches Historisches Institut, Paris)
Walter Scholger (Universität Graz)
Lisa Dieckmann (Universität zu Köln)
Andreas Henrich (Universität Bamberg)
Petra Gehring (Technische Universität Darmstadt)
Lars Wieneke (Universität Luxemburg)

IV. Lokales Organisationskomitee

Jonathan Blumtritt (DCH)
Arjan Dhupia (CCeH)
Lisa Dieckmann (prometheus)
Øyvind Eide (HKI)
Franz Fischer (CCeH)
Jürgen Hermes (Spinfo)
Andreas Mertgens (CCeH)
Brigitte Mathiak (CCeH)
Claes Neuefeind (Spinfo)
Eleftheria Paliou (Archäologie)
Patrick Sahle (CCeH)
Andreas Speer (CCeH)
Agnes Thomas (CCeH)
Mona Weinle (Spinfo)
Andreas Witt (Spinfo)

Einladung zur Eröffnung des neuen Papyrus-Portals

Montag, 19. Juni 2017
18.00-20.00 Uhr
Hörsaal XII, Hauptgebäude (Lageplan)

Mit der Eröffnung des neuen Papyrus-Portals ist ein wichtiges Etappenziel bei der Umstellung der Erschließung und Edition der Kölner Papyrus-Urkunden auf digitale Verfahren erreicht worden. Die von der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste geförderte Digitalisierungsmaßnahme innerhalb des Langzeitvorhabens wird gemeinsam von der Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik und dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) am Institut für Altertumskunde vorangetriebenen.

Neben der Präsentation des digitalen Papyrusportals und seiner Möglichkeiten durch die Papyruskustodin Priv.-Doz. Dr. Chariklea Armoni und den CCeH-Mitarbeiter Marcel Schaeben sowie zweier weiterer Vorhaben aus dem Bereich der Papyrologie wird Kustos Priv.-Doz. Dr. Gregor Staab in einer Kurzvorstellung die digitale Münzsammlung am Institut für Altertumskunde als ein weiteres digitales, in Zusammenarbeit mit der Kölner Universitätsbibliothek erfolgendes Projekt der Arbeitsstelle erläutern.

Als Gastvortragenden zu diesem erfreulich Anlass konnten wir Michael Maggen, Head of Paper Conservation Laboratory of The Israel Museum, Jerusalem gewinnen. Er wird über Heritage Imaging Solutions for the Real World sprechen.

Abgerundet wird das Ereignis durch einen kleinen Empfang.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

Neues Papyrus-Portal Köln veröffentlicht

Die Papyrus-Sammlung am Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln ist mit fast 3500 Objekten eine der größten ihrer Art. Ihr Aufbau, ihre Erschließung und die wissenschaftliche Edition der Texte wird seit 1972 von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Akademienprogamm gefördert. Im Rahmen der Digitalisierungsbemühungen der Akademie kooperiert seit 2013 die Arbeitsstelle für Papyrologie mit dem CCeH, um ein nachhaltiges Datenmodell, eine virtuelle Arbeitsumgebung, eine Online-Datenbank und eine digitale Publikation der Sammlung aufzubauen. Wir freuen uns ganz besonders, nun im Mai 2017 das neue Online-Portal der Kölner Papyrussammlung präsentieren zu können.

Die Datenbank weist gegenwärtig 3462 Objekte nach, die 4254 Texte enthalten. Davon sind 840 Texte in bisher 66 Publikationsbänden veröffentlicht worden. Kern des neuen Papyrusportals sind die verfügbaren Kataloginformationen zu allen Stücken und ihre digitalen Abbildungen. Für die Zukunft tritt neben die weitere Objekterschließung auch die Bereitstellung von Transkriptionen und Editionen in den Mittelpunkt der Arbeit. Außerdem sollen die Verknüpfungen mit anderen Ressourcen der papyrologischen Forschung verbessert und weitere Projekte der Arbeitsstelle unterstützt werden.

Für die bisherige Arbeit ist ganz besonders zu danken: Prof. Jürgen Hammerstaedt (Arbeitsstellenleiter), PD Dr. Charikleia Armoni (Kustodin, fachliche Leitung), Dr. Robert Daniel (Kustode bis 2016), Natalia Vega (Katalogisierung und Erschließung), Sophie Breternitz (Restauration, Digitalisierung). Für das CCeH haben das Projekt Marcel Schaeben (technische Entwicklung), Peter Dängeli (Bildarchiv), apl.Prof. Dr. Patrick Sahle (Koordination), Ulrike Henny (Datenmodell, technisches System; 2013-2015) umgesetzt. Sie wurden dabei von Ben Bigalke (Entwicklung), Gioele Barabucci (Datenmodell) und Franz Fischer (Projektorganisation) unterstützt.

Digital Humanities Kolloquium im Sommersemester 2017

Im Sommersemester 2017 findet nunmehr zum dritten Mal das Digital Humanities Cologne (DHC) Colloquium statt. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen und finden immer Donnerstags von 16:00 – 17:30 Uhr in Raum S 14 im neuen Seminargebäude statt.

Das volle Programm (s.u.) und ein das Kolloquium begleitender Blog finden sich unter dhc.hypotheses.org.

Studierende können sich die Teilnahme anrechnen lassen. Die Voraussetzungen für die Bescheinigung einer erfolgreichen Teilnahme finden sich auf den Seiten der Spinfo: http://spinfo.phil-fak.uni-koeln.de/32763.html.

Dozenten: Franz Fischer, Jürgen Hermes, Claes Neuefeind, Patrick Sahle
Veranstaltungstyp: Kolloquium / Vorlesung

DHC Programm Sommersemester 2017

20.04.
Patrick Sahle (CCeH Köln):
Digital Humanities: Wer wie was – wieso weshalb warum?

27.04.
Katja Diederichs, Christian Prager (Universität Bonn):
Die Entzifferung der Mayahieroglyphen im digitalen Zeitalter: Herausforderungen, Methoden, Ergebnisse.

04.05.
Tim Geelhaar (Universität Frankfurt):
Computational Historical Semantics: Mehr als eine Datenbank mittellateinischer Texte.

11.05.
Thierry Declerck (DFKI Saarbrücken):
Computational Modeling of Folktales

18.05.
Johannes Daxenberger (CEDIFOR Darmstadt):
Automatische Textklassifikation und ihre Anwendungen zur Metaphern- und Argumentationsanalyse.

25.05.
FEIERTAG

01.06.
Peter Dängeli (CCeH Köln):
Hermann Burgers Lokalbericht – vom Romantyposkript zur digitalen Edition.

08.06.
PFINGSTFERIEN

15.06.
FEIERTAG

22.06.
Marko Demantowsky (PH FHNW / Uni Basel):
Digital Humanities in der multilingualen Anwendung -zwei Beispiele aus Basel.

29.06.
Frank Hentschel (Universität zu Köln):
Musikalische Preisausschreiben aus der Zeit von 1766 bis 1870: Grundriss und Datenbank

06.07.
Ulrike Henny (Universität Würzburg):
Roman-Typen als Topic-Modell-Klassen?

13.07.
Tobias Hodel (Universität Zürich):
Automatisierte Handschriftenerkennung: Das Projekt READ.

20.07.
Mareike König (DHI Paris):
Geisteswissenschaften und Online Communities – über Zusammenarbeit, Kommunikation, Qualität und Vertrauen.

Index Librorum Civitatum: Relaunch der Projekt-Webseite

Seit Mai 2016 kooperiert das CCeH mit der Professur für Geschichte des Mittelalters der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Projekt „Index Librorum Civitatum“ (ILC). Pünktlich zum ersten Jahrestag der Kooperation ist ein großer Meilenstein vollbracht: Der Relaunch der Projekt-Webseite www.stadtbuecher.de ist abgeschlossen!

Das Ziel des Projekts ist die Erfassung der Stadtbücher Deutschlands in einer zentralen Datenbank. Folgerichtig lag zu Projektbeginn der Fokus vor allem darauf, diese Daten zugänglich zu machen. Die dafür entwickelten Suchmasken sind auch weiterhin der Kern der Seite. Sie werden nun aber von vielfältigen Datenvisualisierungen und neuen Suchansätzen erweitert, die auch im Thema noch nicht bewanderte Benutzer zum Stöbern einladen. Nach dem bloßen Anbieten der Daten geht es nun also darum, unterschiedliche Zugänge zu ihnen zu ermöglichen und durch Aggregation und Auswertung der Daten neue Perspektiven auf die Quellen zu gewinnen.

Über das Projekt

Bei Stadtbüchern handelt es sich um bedeutende Quellen zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadtgeschichte, die im Rahmen der städtischen Selbstverwaltung entstanden sind. Ihre Zugänglichkeit für die Forschung soll mit dem ILC-Projekt deutlich verbessert und das in ihn liegende Forschungspotential in einzelnen Arbeiten beispielhaft aufgezeigt werden.

Von 2011 bis 2014 wurden umfangreiche Vorarbeiten im Rahmen eines DFG-Projekts geleistet, in dem bereits erhobene Daten aus den Neuen Bundesländern in die ILC-Datenbank eingespeist wurden. Dem Ausmaß der verbleibenden Arbeit angemessen wird das Projekt als ein auf zwölf Jahre angelegtes DFG-Langfristvorhaben weitergeführt, welches in Projektphasen von je drei Jahren sukzessive die Stadtbuchüberlieferung Deutschlands erfassen soll.

Stellenangebot am Institut für Digital Humanities

Für die Vorbereitung und Durchführung eines Forschungsprojektes unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Mathiak und die Durchführung von Lehrveranstaltungen im Umfang von 4 SWS sucht das Institut für Digital Humanities (in Gründung) eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter.

Verlängerte Bewerbungsfrist: 1. Mai 2017

Weitere Informationen finden Sie in diesem PDF.

From Quill to Keyboard: Digital Approaches in Medieval History and Historiography


The Donation of Constantine (fresco, 13th century, Santi Quattro Coronati, Rome): Pope Sylvester crowning Constantine and offering him the power to rule the Empire. One of the most indicative instances of collision between the temporal and ecclesiastic offices.

The focus of Efthymis Kokordelis’ project, who joined CCeH in the beginning of February, is the interaction between Medieval History and IT. The project he is running [Digital Approaches in Medieval History and Historiography] is divided in two parts with the first one (current phase) dealing with the adaptation of digital technologies in Medieval History. Taking these results as a basis, the second part will be the systematisation of the sources, leading to new insights in the under-examination period.

Before joining CCeH, Efthymis started his research during his MA Studies in Lund University, Sweden under the title: AUCTORITAS IMPERII: re-thinking Medieval Roman Imperial Authority. With the completion of his work he had developed a new historical understanding to re-approach the Byzantine Imperial Ideology under new terms. Having examined three legal texts of the 8th and 9th centuries (two in Greek and one in Latin), he realised that the Imperial Ideology had developed in a much complicated and multi-dimensional way, that calls for special treatment, if it is to be properly understood. Relating this Imperial Ideology solely with the Emperor’s Office –as has been the case so far- deprives it of its complete meaning since it wasn’t the emperors alone that formed it. The popes and the patriarchs of Constantinople had an active part in the process of its formation. In the medieval Roman Empire, it was a common worldview that only one man was supposed to rule, but who was that one? Around this idea various officia created their own ideologies to justify their ‘right to rule’.

The amount of the related (to the topic) source material is of such a number that can make a corpus created out of it almost dysfunctional, if it is not approached in a way that can uncover its multifold and complex aspects. To make this jump from the ‘conventional’ history-writing towards a new understanding of the textual sources, Efthymis aims to get both a deeper and more analytical view of the written evidence of that time and, in a technical sense, a structured way to deal with the vast number these sources. The main goal was to describe the development of the actual ideology based on the methodological understanding he developed. This led him to transcend his research into digital scholarship, and especially into digital textual interpretation. Hence, during his stay at CCeH, he will investigate the interaction of Digital Humanities and Medieval History and use methods such as text encoding, text mining, and natural language processing. This project will be the foundation upon which his research will develop.

In the preliminary phase of his project, Efthymis digitised and encoded his sources, using the TEI XML standard, and processed them to create a digital viable basic corpus to work with. Then, he experimented upon it using various digital tools (such as AntConc) and ended up in creating a lemmatised corpus, after the application of a Bayesian model built upon the results he had reached after the manual process of his sources.

Moreover, other than his specific research topic, as described above, Efthymis will elaborate on the application of digital technologies in Medieval History and the changes it brings in the framework of history itself. Efthymis emphasizes that, ‘from a theoretical and philosophical point of view, using IT-originating methods opens a window of possibilities for traditional history-writing. However, before going there, the historian needs to be aware of where he stands, step back and try to understand what it means for him to interact with computing methods. This process pushes his limits and brings forth simple, yet fundamental, questions about the very nature of history, objectivity, and the historian’s role. This is apparent when you realise that, now, in the relationship between you and your sources there’re is a third part, your laptop. By now this laptop is not ‘just’ a means of writing thoughts and opinions down, it has become an active sensor in the process of you understanding your sources.