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“LAZARUS” erhält Landesförderung

Im Rahmen des Programms “Infrastrukturelle Förderung für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in NRW” des nordrheinwestfälischen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung ist das CCeH mit einem Projektantrag erfolgreich gewesen. Ab dem 1. November 2013 kann nun das Projekt “LAZARUS – Langfristige Aufbereitung, Zugänglichkeit und Archivierung universitärer Sammlungen” für eine Dauer von 14 Monaten gefördert werden.

Im Fokus von LAZARUS steht die exemplarische Aufbereitung, nachhaltige Sicherung und dauerhafte Bereitstellung digitaler Forschung. Als exemplarische universitäre Sammlungen wurden (1) das Meister-Eckhart-Archiv, (2) das Cologne Digital Sanskrit Lexicon (CDSL) sowie (3) Paläographie-Online ausgewählt.

Während das Meister-Eckhart-Archiv (1) ein physisches Archiv ist, zu dem bislang nur gering strukturierte textliche Beschreibungen vorliegen, besteht das Sanskrit-Lexikon (2) bereits aus digitalen Volltexten mit einem in die Jahre gekommenen Benutzer-Interface, und Paläographie-Online (3) aus einer Sammlung von didaktischen Materialien, die ebenfalls in ihrer Benutzbarkeit überarbeitet werden müssen.

In allen drei Fällen geht es darum, wichtige Forschungsressourcen auf den Stand der Zeit zu bringen, um die ihnen zukommende Bedeutung ausschöpfbar zu machen. Mit den entsprechenden Fachbereichen (1) Philosophie, (2) Indologie bzw. Allgemeine und Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft sowie (3) Klassische und Mittellateinische Philologie, Geschichtswissenschaft und Historischen Grundwissenschaften unterscheiden sich die einzelnen Projekte nicht nur in ihrer Disziplinzugehörigkeit innerhalb der geisteswissenschaftlichen Forschung, sondern zudem hinsichtlich Ausgangsmaterial, Datentypen und -strukturen, derzeitigem Aufbereitungszustand und gewünschtem Endergebnis mit entsprechenden individuellen Funktionalitäten.

“Diogenes in 3D”, Gastvortrag am 27. November 2013

Unter dem Titel “Diogenes von Oinoanda in dritter Dimension. 3D-Verfahren zur Erforschung und virtuellen Rekonstruktion der größten Inschrift des Altertums” wird Dipl.-Ing. Konrad Berner (Hochschule für Wirtschaft und Technik Karlsruhe)

am Mittwoch, 27. Nov. 2013,
von 16-18 Uhr
im Vortragsraum des RRZK,
Weyertal 121
(http://www.uni-koeln.de/bin2/where.pl?parent.rechenzentrum)

vortragen.

Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt wird in das Thema einführen.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Altertumskunde und dem Regionalen Rechenzentrum der Universität zu Köln.

Abstract:
In zweiten Jahrhundert n. Chr. ließ der epikureische Philosoph Diogenes eine Halle seiner Heimatstadt Oinoanda mit einer umfangreichen Inschrift ausstatten. Sie enthielt Einführungen in die Grundzüge seiner Philosophie, Sinn- und Merksprüche, Briefe und eine Abhandlung, in der er nachweist, dass man im Alter nicht weniger Freude als in der Jugend empfinden könne. Die Halle, an der die Inschrift angebracht war, steht nicht mehr. Doch wurden in der fast 1500 m hoch auf einem Berghügel gelegenen und seit über einem Jahrtausend verlassenen Ruinenstadt von Oinoanda Hunderte von Steinfragmenten der Inschrift gefunden. Mit 65-80 m Breite und 3,60 m Höhe war sie die größte Inschrift der antiken Welt. Von 2007 bis 2012 führte das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Istanbul zusammen mit der Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der NRW-Akademie der Universität zu Köln jährliche Surveys mit Geoprospektionen, georeferenzierten steingenauen Kartierungen, GIS-Ortung und 3D-Scans aller Inschriftenblöcke und -Fragmente in Oinoanda durch. Zudem wurden 76 bis dahin unbekannte Fragmente der Inschrift entdeckt und ediert. Insgesamt hat man jetzt ca. 20% der ursprünglichen Textmenge. Durch die derzeit laufende Nachbearbeitung und Auswertung der vor Ort angefertigte virtuelle Dokumentation sollen neue, nur auf diese Weise mögliche archäologische und architektonische, sowie epigraphische und philologische Erkenntnisse gewonnen werden.
Die Präsentation soll nach einer kurzen Einführung in die Inschrift und den bisherigen Forschungsstand die angewendete Aufnahmemethodik vorstellen bzw. die derzeit in Erwägung gezogenen Untersuchungsmethoden und Möglichkeiten ihrer technischen Durchführung erörtern und zur Diskussion stellen.

Aushang des IfA:
http://ifa.phil-fak.uni-koeln.de/fileadmin/IfA/Klassische_Phil/Gastvortrag_Berner_Aushang.pdf

“Cologne Commons Conference”, 17.-18. Oktober

Die Cologne Commons Konferenz wird vom 17. bis zum 18. Oktober von der Phonetik Uni Köln in Kooperation mit dem CCeH ausgerichtet. Die Konferenz möchte zur Stärkung der Commons-Bewegung in Forschung und Lehre, Kunst und Kultur, sowie dem alltäglichen Leben beitragen.

Sie möchte die Vorteile von zunehmend frei zugänglichem Wissen, frei zugänglichen Forschungsergebnissen, Kulturgütern oder gemeinschaftlich genutzten (und
gepflegten) natürlichen Ressourcen herausarbeiten. Gleichzeitig sollen Vorbehalte gegenüber einer solchen „freien Verfügbarkeit“ diskutiert und auf konkrete Probleme eingegangen werden, die mit der gemeinsamen Nutzung und Pflege von Gemeingütern einhergehen.

Das Programm spannt inhaltlich einen weiten Bogen: von Wissenschaft (Open Access, Open Educational Resources) über Kultur (GEMA oder C3S, Sind Netlabels tot?) bis hin zu alltäglichem Leben (Commons fallen nicht vom Himmel, Vertrauen als Wirtschaftsform).

Alle Informationen auf der Konferenz-Webseite:
http://www.commons2013.uni-koeln.de/

“New Testament Virtual Manuscript Room”, Präsentation am 7. Oktober 2013

Am Montag, den 7. Oktober 2013, werden Prof. Dr. Ulrich B. Schmid und Troy Griffitts vom Institut für Neutestamentliche Textforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster den New Testament Virtual Manuscript Room vorstellen.

Es handelt sich dabei um eine intensiv genutzte Virtuelle Forschungsumgebung des in vielerlei Hinsicht richtungsweisenden digitalen Editionsprojekts zum Griechischen Neuen Testament. Sie ist unter der folgenden Adresse allgemein zugänglich:
http://ntvmr.uni-muenster.de/

Eine Anleitung zur Nutzung gibt es hier:

Die Präsentation wird von 14-16 Uhr in den neuen Räumen des CCeH, Universitätsstr. 22, 4. Etage, stattfinden:
http://goo.gl/maps/kv67w

Um eine formlose Anmeldung wird gebeten:
info-cceh@uni-koeln.de

Dariah-Dozentenworkshop “Curricula in DH-Studiengängen”

… zugleich: 4. Arbeitstreffen zur Abstimmung von Curricularentwicklungen im Bereich der Digital Humanities / eHumanities

Wann: 4. September 2013, 9:00 – 17:00 Uhr
Wo: Universität zu Köln
Neues Seminargebäude, Raum S26
Gebäudebeschreibung, Lageplan

Programm

  • 9:00 Begrüßung; Ausblick auf die weiteren Planungen
  • 9:10 Bericht über die vergangenen Aktivitäten;
  • 10:30 Kaffeepause
  • 10:45 Berichte zu aktuellen Curricularentwicklungen an verschiedenen Standorten in Deutschland …
    • Darmstadt
    • Göttingen
    • Leipzig
    • Passau
    • Trier
    • Würzburg
    • Graz
  • 12:15 Mittagspause
  • 13:00 Referenzcurricula: Das Informatikbeispiel (Manfred Thaller)
  • 13:15 Mögliche andere Bereiche für Referenzcurricula (Manfred Thaller)
  • 13:30 Diskussion
  • 14:30 Kaffeepause
  • 14:45 Vorschlag für das weitere Vorgehen (Manfred Thaller, Gerrit Weber)
  • 15:00 Diskussion
  • 16:00 Kaffeepause
  • 16:15 Planung konkreter Schritte; Verteilung von Beiträgen an einzelne Standorte
  • 17:00 Ende der Veranstaltung

Teilnehmer

Die Veranstaltung ist offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Falls über neuere Entwicklungen an einem Standort berichtet werden kann, wird um vorherige Nachricht gebeten (soweit noch nicht errfolgt).

Bisher haben Vertreter der folgenden Standorte ihre Teilnahme angekündigt:

  • Bamberg
  • Berlin
  • Bielefeld
  • Darmstadt
  • Dortmund
  • Erlangen
  • Frankfurt
  • Gießen
  • Göttingen
  • Graz
  • Leipzig
  • Passau
  • Saarbrücken
  • Trier
  • Tübingen

Materialien

Zusätzlich zu den oben genannten Papieren (die auch unten nochmal gelistet sind) lohnt vielleicht ein Blick in die “Empfehlungen für Bachelor- und Masterprogramme im Studienfach Informatik an Hochschulen” (2005) als Vergleichspunkt für die Struktur von Referenzcurricula.

AuthorWeb – Gastvortrag von Howard D. White und Philipp Mayr am 30. Juli 2013

Das CCeH lädt gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) zu einem Gastvortrag von Prof. Dr. Howard D. White (Drexel University) und Dr. Phillip Mayr (GESIS) zum Explorationssystem ‘AuthorWeb’ am Dienstag, den 30. Juli 2013, um 14 Uhr ein.

Der Vortrag wird im neuen Seminargebäude, Seminarraum S23, stattfinden.

Lageplan: http://www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/veranstaltung/lvt/verleger/lageplan/index_ger.html

Abstract:
We are interested in discussing citation analysis with respect to e-humanities, including digital libraries that serve humanities scholars. A major question involves the reactions of humanists to citation-based tools in general. We are aware of their common criticisms, many of them justified, but we seek your opinions on where citation databases and tools might be fruitfully applied. As a focal point, we will give some examples from Drexel University’s AuthorWeb, a tool for mapping authors co-cited with a user-supplied seed author in the Arts & Humanities Citation Index during 1988-97. Three different kinds of maps can be created that we think would be useful bibliographic tools in teaching and graduate study. Our handout is for authors co-cited with Thomas Mann, but we can give other examples, and we have also prepared maps for your own Manfred Thaller.

Zur weiteren thematischen Orientierung:
http://vw.indiana.edu/visual01/buzydlowski-et-al.pdf
http://www.pnas.org/content/101/suppl.1/5297.full

Zur Person von Prof. White:
http://www.cis.drexel.edu/faculty/HUD.Web/HUD.html

EU-Projekt DiXiT bewilligt

Das CCeH wird ab September 2013 ein von der EU mit mehr als vier Millionen Euro finanziertes internationales Forschungs- und Doktorandenprogramm zu digitalen Editionen koordinieren.

Akademische Partner innerhalb des Digital Scholarly Editions Initial Training Network (DiXiT) sind u.a.:

  • Universität Borås (Schweden)
  • King’s College London
  • Huygens Institute for the History of the Netherlands, Den Haag
  • Universität Antwerpen
  • Universität Graz
  • Trinity College Dublin
  • École des Haute Études en Sciences Sociales (Lyon)
  • La Sapienza, Rom
  • University of Oxford

Darüberhinaus sind diverse Softwareentwickler, Verlage, Nationalbibliotheken und Open Knowledge-Organisationen in das Programm eingebunden. Während der vierjährigen Projektlaufzeit werden zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen und Konferenzen (Camps & Conventions) ausgerichtet und zwölf Graduierten-Fellowships sowie fünf PostDoc-Fellowships zu vergeben sein.

Weitere Informationen auf der DiXiT-Webseite:

Digital Scholarly Editions Initial Training Network

Probevorträge für die W1-Juniorprofessur am 20. Juli 2013

Die Probevorträge für die W1-Juniorprofessur “Digital Humanities” finden am Samstag, den 20. Juli 2013, im Neuen Senatssaal (Hauptgebäude) statt.

10.00 Uhr
Dr. Brigitte Mathiak
“What is the relationship about? – Extracting relationships from Wikipedia”

11.30 Uhr
Dr. Noah Bubenhofer
“Lesen, zählen, sehen? Das Potenzial der Korpuslinguistik in den Digital Humanties”

13.30 Uhr
Dr. Marco Büchler
“Big Data in the Humanities: Problems and Implications”

15.00 Uhr
Dr. Hubert Mara
“3D Computer Vision for Information Retrieval in the Humanities”

3D-Scanner-Präsentation (III) am 11. Juli 2013

In der CCeH-Präsentationsreihe zur Anwendung fortgeschrittener Bildgebungsverfahren in den Geisteswissenschaften wird Herr Axel Hilgers von der Firma Creaform

am Donnerstag, dem 11. Juli 2013,
von 10-12 Uhr,
im Vortragsraum des RRZK,
Weyertal 121 (http://www.uni-koeln.de/bin2/where.pl?parent.rechenzentrum),

weitere 3D-Scanner vorführen. Alle Interessierten werden gebeten, eigene Objekte mitzubringen. Die Ergebnisse werden anschließend zur freien Verfügung gestellt.

Digital Humanities and Language Documentation, Vortrag am 13. Juni 2013

Das CCeH lädt gemeinsam mit dem Institut für Linguistik (IfL) zu einem öffentlichen Vortrag von Dr. Nick Thieberger (University of Melbourne) mit dem Titel “Digital Humanities and Language Documentation” am Donnerstag, 13. Juni 2013, 16 Uhr ein.

Die Veranstaltung wird im Seminarraum des IfL stattfinden:
Meister-Ekkehart-Straße 7, 2. Stock
Lageplan: http://www.uni-koeln.de/bin2/where.pl?parent.geb114

Dr. Nick Thieberger ist Direktor des PARADISEC (Pacific and Regional Archive for Digital Sources in Endangered Cultures), Senior Research Fellow an der School of Languages and Linguistics der University of Melbourne (Australia) und derzeit als Ludwig Leichhardt-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung in Köln am Institut für Linguistik. Dr. Thieberger ist eine der führenden Autoritäten für digitale Spracharchive und hat ausführlich zu technischen Aspekten der Sprachdokumentation publiziert.

– Abstract –

“In this talk I will discuss ways in which language documentation (LD) is aligning linguistic methods with aims more generally being adopted by Digital Humanists. Descriptive linguistics arose out of the structuralist tradition and has mainly been concerned with writing linguistic analyses of narrowly focused phenomena and, occasionally, of lesser-known languages. In the recent past a theory of language documentation has developed, partly in reaction to the abstraction of, for example, the minimalism of Chomsky and his followers, but also in response to the needs of people we work with in the field.

LD can be seen as delivering a new kind of linguistics by acknowledging the partiality of the data on which an analysis is based, and in explicitly inserting the linguist into the process of recording, annotating and preparing the corpus for scrutiny by others. It also emphasises the presentation of the context of an utterance in contrast with the earlier practice of basing a theoretical point on a decontextualised example sentence. All of this can be seen as increasing self-reflexivity and contingency in linguistic analysis, but, at the same time it is building a set of data that can be used in a scientific method of data gathering, hypothesis development and testing and analysis and in which critical aspects are: replication of analyses, external review of collections and processes, and data recording and sharing.

In this context I will present the Pacific and Regional Archive for Digital Sources in Endangered Cultures (PARADISEC) as an example of humanities scholars taking responsibility for building the necessary infrastructure to curate research outputs. In this way the records can be cited and reused, both by researchers and by the speakers and others who want to access them. While we do not have the programming skills to build the necessary computational infrastructure, we have developed the interlingua required to work with programmers and to successfully attract the funding to support the various projects around PARADISEC. Our experience suggests that computational infrastructure is necessary but not sufficient to ensure that LD data can be secured. We must also advocate new methods and train practitioners to understand why they should create the data properly to begin with.”