Dieses Dokument visualisiert die Ko-okkurrenzen, also das gemeinsame Vorkommen, der Werke des Andalusischen Philosophen Ibn Rushd in den erhaltenen Handschriften. Das Projekt wird vom Thomas-Institut der Universität zu Köln betreut und ist unter Digital Averroes Research Environment (DARE) zu erreichen. Als Grundlage dient eine TEI/XML-Datei, die Informationen zu 592 Handschriften und dabei auch der darin enthaltenen Werke und deren Verhältnis untereinander versammelt. So lässt sich mittels XSL und XPath bestimmen welches Werk mit einem anderen in einer (Sammel-)Handschrift vorkommt.

Die Identifizierung der einzelnen Werke geschieht anhand der eindeutig zugewiesenen AW-Nummern (Werknummern). In den hier erzeugten Dateien sind bei weitem nicht alle Werke (sondern nur 31 von 108) erfasst - anscheinend weil bei einigen Handschriften Angaben zur Werknummer in den Ausgangsbeschreibungen fehlen. Diese Fälle wurden beim Erstellen der Liste herausgefiltert. Insgesamt lagen für die 592 Handschriften 869 Werkidentifikationen vor. Die Einteilung der Werke in Sachgruppen, die die Visualisierung für die farbliche Kennung nutzt, ist einer anderen XML-Datei entnommen, die alle Averroes-Werke verzeichnet.

Die Visualisierung selbst geschieht durch Javascript-Funktionen, die in ein simples HTML-Gerüst eingebettet sind. Die Javascript Bibliothek d3js (Data-Driven Documents) bzw. d3.force erwartet eine json-Datei, die zum einen die Liste der Werke als “nodes”, zum anderen die Liste der Verbindungen als “links” enthält.

Auszug der erstellten json Datei:

"nodes":[
    {"name":"In porphyrium","group":1},
    {"name":"In predicamenta","group":1},
    {"name":"In periermeneias","group":1},
]
"links":[     
    {"source":0,"target":1,"value":4},    
    {"source":0,"target":2,"value":3},    
    {"source":0,"target":3,"value":1},
]
        

Die source und target Werte beziehen sich nicht mehr auf die Werknummer selbst, sondern auf die Position, bzw. den Index in der nodes-Liste. Die Spalte value gibt die Häufigkeit der Verbindungen an und beeinflusst die Liniendicke zwischen den „nodes“. Je dicker die Linie desto häufiger das gemeinsame Vorkommen. Außerdem richtet sich die Positionierung der Knoten zueinander nach der Stärke ihrer Verbindung.

Joscha Zöpfgen, März 2014