Das zoroastrische Mittelpersische

Ziel des Projektes “Das zoroastrische Mittelpersische: Digitales Corpus und Wörterbuch (MPCD)” ist die Erstellung eines Korpus zoroastrisch-mittelpersischer Texte in Pahlavi-Schrift. Dieses mit Abstand größte mittelpersische Korpus (ca. 54 Texte, etwa. 687.000 Wörter) wird in Transliteration und -skription sowie in Handschriftenphotographien der 15 ältesten Codices zugänglich sein. Die Texte werden morphologisch und syntaktisch annotiert und in TEI kodiert.

illuminated avestan manuscript 4062 from mobad mehraban pouladi collection, tehran, fol. 124

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[GEPRIS]

Laufzeit

2021–2024/30 (DFG-Langfristvorhaben)

projektbeteiligte

Principal Investigators: Alberto Cantera (Freie Universität Berlin), Øyvind Eide und Claes Neuefeind (Universität zu Köln), Kianoosh Rezania (Ruhr-Universität Bochum), Shaul Shaked (Hebrew University Jerusalem). CCeH-Mitarbeiter: Francisco Mondaca.

Beschreibung

Das Mittelpersische war als Amts- und Verkehrssprache insbesondere des Sasanidenreiches (3.–7.Jhd.) von überkultureller und -religiöser Bedeutung. Von der Spätantike bis zur frühislamischen Zeit verbindet es sprachlich und kulturell die differenten Räume des iranischen Ostens und Westens.

Das umfangreiche Korpus der mittelpersischen Texte ist bis heute jedoch nur partiell erschlossen. Ziel des Projektes “Das zoroastrische Mittelpersische: Digitales Corpus und Wörterbuch (MPCD)” ist deshalb die Erstellung eines Korpus zoroastrisch-mittelpersischer Texte in Pahlavi-Schrift. Dieses mit Abstand größte mittelpersische Korpus (ca. 54 Texte, etwa. 687.000 Wörter) wird in Transliteration und -skription sowie in Handschriftenphotographien der 15 ältesten Codices zugänglich sein. Die Texte werden morphologisch und syntaktisch annotiert und in TEI kodiert. Auf Grundlage des Korpus wird anschließend ein digitales Mittelpersisch-Englisch-Lexikon mit ca. 7000 Lemmata erstellt, das in möglichen Anschlussprojekten um den Wortschatz aus anderen mittelpersischen Korpora erweitert werden kann. Digitales Korpus und digitales Wörterbuch stellen im Projekt zwei eng verzahnte Analyseinstrumente dar, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Syntax und Semantik – ineinandergreifen und auch im Arbeitsprozess technisch eng miteinander verbunden sind. Hierbei kommt eine webbasierte Arbeitsumgebung zum Einsatz, die zum einen die kollaborative Bearbeitung von Korpus und Wörterbuch ermöglicht, zum anderen als Nutzer-Interface für Recherchen und Analysen der aufbereiteten Ressourcen dient.

Bildnachweis

Hs. 4062 aus der Mobad Mehraban Pouladi Collection, Teheran, fol. 124.